unperfekt, dafür ehrlich & bewusst:

in 3 Schritten zu Deinem Eheversprechen

Eheversprechen schreiben Tintenfass gemalt

Warum überhaupt ein Eheversprechen schreiben?

Eine gute Frage – wie lautet Deine Antwort? 
Wenn Du Dir Deiner Antwort bewusst bist, dürften die nächsten Schritte hin zu Deinem persönlichen Eheversprechen ziemlich einfach werden.

Ein Eheversprechen zu verfassen ist eine Gelegenheit sich selbst und die Partnerschaft in Ruhe und mit viel Liebe zu reflektieren. Das macht nicht nur vor einer Hochzeit Sinn – aber eben durchaus auch!
Außerdem kann ein persönlich verfasstes Versprechen sehr kraftvoll sein. Immerhin sprichst Du Deine eigenen Worte. Das ist etwas anderes als Worte, die Du nachsprichst oder, wie bei der Traufrage, bestätigst.

Sich die Zeit zu nehmen und darüber nachzudenken, was Du versprechen möchtest, ist eine besondere Wertschätzung Eurer Hochzeit gegenüber und wie ein Geschenk an Deine*n Partner*in.

1 - Entscheidung: Umstände festlegen

Bevor Du Dich an Dein Eheversprechen setzt, entscheide Dich, wann und wie Du Dein Versprechen geben möchtest.

Wie?

Möchtest Du Dein Ehegelübde sprechen

Falls Du Dir Sorgen machst: natürlich ist es völlig legitim das Versprechen aufzuschreiben und vorzulesen! Alternativ kannst Du aber auch von vornherein entscheiden Dein Trauversprechen schriftlich zu übergeben. Oder Du entscheidest Dich für eine Kombination – eine kurze Version des Versprechens mündlich geben und eine ausführlichere, schriftliche Version überreichen.

Wann und mit wem?

Möchtet Ihr Euch das Eheversprechen unter 4 Augen geben? Sollen/Dürfen Dienstleistende dabei sein, wie zum Beispiel der/die Fotograf*in? Es gibt so viele Optionen das Eheversprechen intim umzusetzen. Vor der Trauung. Nach der Trauung. Bei einem First Look. Oder Ihr lasst Euch Eure Versprechen in schriftlicher Form schon zum Getting Ready zukommen. Euren Ideen sind keine Grenzen gesetzt.

Oder möchtet Ihr das Eheversprechen in Eure Zeremonie integrieren? In den meisten Fällen sind dann auch Gäste anwesend. Das Eheversprechen vor all‘ Euren Lieben, Euren „Zeugen“, zu sprechen ist etwas Besonderes und kann etwas Mut erfordern. Aber natürlich müsst Ihr auch in der Zeremonie nichts vortragen, wenn Ihr das nicht wollt. Ihr könnt Euch Eure Versprechen auch als Brief schriftlich gestgehalten vor Euren Gästen überreichen.

Mit eigenen Worten zu formulieren, welche  Verantwortung man in der Ehe bereit ist zu übernehmen, hat eine ganz besondere Kraft!

2 - Inhalte für Dein Eheversprechen finden

Wenn möglich, fang frühzeitig an, nicht unbedingt erst am Abend vor der Trauung. Oh, Du heiratest morgen? Dann atme einfach tief durch und lies weiter. Wir bekommen das schon hin!

  • Organisiere Dich so, dass du eine Weile Zeit für Dich hast und in produktiver Verfassung bist – vielleicht mit schöner Musik, etwas zu trinken, in Ruhe. Auch das ist schon eine Wertschätzung dem Versprechen deiner/m Partner*in gegenüber.
  • Fokussiere Dich auf das, was in deiner Hand liegt. Denn auch nur das kannst Du wirklich versprechen!
  • Stell‘ niemanden an den Pranger. Gegen ein Augenzwinkern ist sicherlich auch im Trauversprechen nichts einzuwenden. Jemanden bloß zustellen ist an dieser Stelle weniger sinnvoll – Dich selbst eingeschlossen.
  • Schreibe alles auf, was Dir einfällt. Vielleicht legst Du eine Mindmap an oder notierst Deine Gedanken wild auf einem Zettel. In den meisten Fällen fließt mehr Kreativität bei handschriftlichen Notizen, als bei digitalen. Aber eben nicht immer.
  • Kein Stress, wenn Dir spontan nicht viel einfällt. Leg‘ Deine Notizen ein paar Tage zur Seite, geh eine Runde spazieren. Oft kommen die besten Einfälle dann, wenn man nicht damit rechnet.
  • Vielleicht helfen Dir die folgenden Fragen:

Inspirations-Fragen

  • Was bedeutet die Ehe für Dich?
  • Dein Anteil daran, dass Ihr bis heute glücklich seid?
  • Wenn Ihr schon mal eine Krise hattet: wie habt Ihr diese gemeistert?
  • Welche sind Deine Stärken und Schwächen in Eurer Partnerschaft?
  • Was möchtest Du in Zukunft für die Beziehung tun?
  • Was kannst Du geben?
  • Was macht Dich als Partner*in aus?

ENTDECKE MEHR…

Deine Abkürzung zum

persönlichen Mother Blessing!

3 - Formulieren: Dein Eheversprechen schreiben

Gruppiere Deine Notizen: was gehört inhaltlich zusammen? Was ist der Kern Deiner notierten Gedanken?
Formuliere daraus einen Satz je Themen-Gruppe.

Füge die Sätze zusammen – damit sie wie aus einem Guss klingen, musst Du vielleicht hier und da Anpassungen vornehmen. Oder Dir fällt auf, dass etwas ähnlich oder doppelt vorkommt. Streich, füge ein, ändere so lange, bis es für Dich passt.

Schreibe so, wie Du auch sprechen würdest. Ließ Dir Deine Formulierung noch einmal durch. Würdest du auch frei so reden? Nutzt Du diese Worte auch im Alltag?

Länge: Möchtest Du Dein Versprechen vortragen, empfehle ich Dir 3-5 Sätze. Gebt Ihr Euch Euer Versprechen außerhalb der Zeremonie kann es sicherlich auch etwas länger sein. Überreicht Ihr Euch ein schriftliches Gelübde ist die Länge unerheblich.

Du weißt nicht, wie Du anfangen sollst? 

Vielleicht helfen Dir diese Satzanfänge:

Eheversprechen schreiben Beispiel Satzanfänge

Zusammenfassung

1. gemeinsame Entscheidung:
Eheversprechen unter 4 Augen oder im Beisein Eurer Gäste?
Selbst gesprochen oder selbst schriftlich übergeben?

2. Inhalte:
Lass‘ Dir Zeit, sammle Gedanken.
Nutz die oben aufgeführte Fragenliste für mehr Klarheit.

3. Formulierungen:
Gruppiere Deine Notizen thematisch und formuliere aus jeder Gruppierung einen Satz.
Füge die Sätze aneinander und wandle sie ab, bis sie für Dich passen.

abschließend...

Die Möglichkeiten sind quasi grenzenlos. Meine Empfehlung ist, dass Ihr als Paar über Eure grundsätzlichen Erwartungen und Wünsche an das Versprechen sprecht. Und dann zählt Dein Bauchgefühl.
Sei ehrlich, nicht perfekt!

Ich wünsche Euch eine grandiose Vorbereitungszeit und einen einmalig schönen und besonderen Charaktermoment, der Euch lange Kraft und Verbundenheit schenkt!

B L O G A R T I K E L

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